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Haushaltshilfe nach der Geburt

Eine Haushaltshilfe nach der Geburt kann von den Trägern der Sozialhilfe oder von den Sozialversicherungen als Sozialleistung in Deutschland übernommen werden.

So ist eine Haushaltshilfe nach Geburt bzw. Entbindung in der gesetzlichen Krankenversicherung nach § 24h SGB V geregelt. Als Rechtsgrundlage gilt, dass ein Weiterführen des Haushaltes aufgrund der Entbindung oder schon während der Schwangerschaft nicht möglich ist und kein anderes Familienmitglied in der Lage ist, den Haushalt zu führen.

Bei der Kostenübernahme durch die Krankenkassen für die Haushaltshilfe nach Geburt oder während der Schwangerschaft ist dabei unerheblich, ob ein weiteres Kind im Haushalt lebt.

Tätigkeiten der Haushaltshilfe nach der Geburt

Hierzu gehören alle Arbeiten des täglichen Lebens wie Wohnungsreinigung, Pflege der Kleidung, Zubereitung des Essens, Betreuung der eventuell vorhandenen Kinder, Einkaufen von Lebensmitteln, Behördengänge soweit möglich und dergleichen. Die Haushaltshilfe nach der Geburt oder während der Schwangerschaft wird hierzu individuell nach dem tatsächlichen Bedarf geregelt. So kann es sein, dass die Hilfe nur zu bestimmten Zeiten oder ganztags eingesetzt wird.

Ist eine Hilfe durch eine andere Person zu einer bestimmten Zeit, wie z. B. Urlaub des Lebenspartners möglich, entfällt diese Hilfe für diesen Zeitraum.

So entscheidet die Krankenkasse im Individualfall in differenzierten Formen über die Haushaltshilfe bei Geburt oder Schwangerschaft. Hierzu muss die Schwangere über einen selbst geführten Hausstand verfügen und es muss die Schwangerschaft oder Entbindung zum Leistungsfall führen. Während der Schwangerschaft kann eine Haushaltshilfe z. B. nur bei einer ärztlich verordneten Bettruhe gewährt werden, wohingegen am Häufigsten die Kosten der Haushaltshilfe nach der Geburt des neuen Erdenbürgers übernommen werden.

Bei der Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist unerheblich ob es sich dabei um eine Hausgeburt oder um eine stationäre Entbindung handelt und auch der Zeitraum ist nicht beschränkt.

Über den Zeitraum der Haushaltshilfe nach Geburt entscheidet der Arzt oder die Hebamme.

Es kann jedoch vorkommen, dass der Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ein sozialmedizinisches Gutachten über den Zeitraum und dessen Notwendigkeit verlangt. Zurzeit dient die DRG-Pauschale als Anknüpfungspunkt zur individuellen Überprüfung der Leistung bei 3,3 Tagen.

Haushaltshilfe auf Rezept

Selbstverständlich ist eine Haushaltshilfe nach der Geburt oder während der Schwangerschaft nur für Notsituationen gedacht. In der heutigen Zeit, wo Arbeit, Haushalt, Kind und dazu noch die Schwangerschaft unter einen Hut zu bringen sind, also im Stressfall, wird dies oftmals von der Krankenkasse eingefordert und auch bewilligt.

Jedoch übernehmen hier nur die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Haushaltshilfe nach Geburt oder während der Schwangerschaft. Von einer privaten Krankenkasse werden diese Kosten nicht übernommen.

Hierzu hat die Krankenkasse die Fälle ganz klar definiert:- Übernahme der Kosten während der Schwangerschaft nur, wenn die Anstrengung zur Haushaltsführung nicht weiter zugemutet werden kann und eine Frühgeburt oder ein Abbruch droht oder wenn der Schwangeren eine absolute Bettruhe verordnet wurde.

Beides ist vom Arzt zu bescheinigen und hierbei wird auch der Zeitraum der Hilfe, und ob es sich um eine Ganztagshilfe handeln muss, abgeklärt.

Übernahme der Kosten für die Haushaltshilfe nach Geburt

Nach der Geburt des neuen Erdenbürgers, wenn die Mutter unter Stress leidet, sie überfordert ist mit der Haushaltsführung, den vorhanden Kindern plus dem Neugeborenen oder Komplikationen durch die Geburt entstanden sind. Auch dies ist vom Arzt zu bescheinigen und auch hier wird die zeitliche Begrenzung, und ob es sich um eine Ganztagshilfe handeln muss individuell entschieden.